Dienstag, 2. Januar 2018

Anschwimmen in Kühlungsborn 2018


"Ein Born der Gesundheit und neuer Kraft", so kann man den Namen des munteren Ostseebads interpretieren. Ich finde das können auch die Gesichter der Silvestergäste gut ausdrücken, die mir überwiegend gut gelaunt begegnet sind.




Kübo - 30. Dezember 2017
Unsere Gäste kommen heute aus Berlin und das Ostseebad Kühlungsborn ist schon in Partylaune für die Feier zum Jahreswechsel mit Höhenfeuerwerk und dem traditionellen Anschwimmen in der Ostsee. Entsprechend voll ist es auf der Seebrücke, in der Fußgängerzone, auf den Straßen. Da macht es sich gut, daß es zu unserer Ferienwohnung zwei Parkplätze in der Tiefgarage gibt - also biete ich den zweiten Parkplatz an, gehe runter und höre noch Heidi‘s Hinweis: „du weißt doch, der Parkplatz ist schräg gegenüber von unserem!“

Also gehe ich runter und nehme unsere Gäste in Empfang, geleite sie in die Tiefgarage und will den Absperrpoller am Parkplatz mit meinem Schlüssel lösen und flachlegen. Geht nicht. Der Schlüssel passt nicht. Oder klemmt. Da steht doch zufällig der Hausmeister in der Einfahrt; ich bitte ihn mal zu schauen, er meint auch: „klemmen tut der nicht - der passt nicht“ und schließt mit seinem Schlüssel auf. „Meiner passt!“ sagt er, „ist ja auch ein Generalschlüssel.“

Gut, dann muß ich mal zur Zimmervermittlung und fragen, wieso das Schloss gewechselt wurde. Unverschämtheit!

Am nächsten Morgen geht unser Gast zu seinem Auto und bringt mir einen Zettel mit, der an seiner Windschutzscheibe hängt. 

VERLASSEN SIE SOFORT MEINEN PARKPLATZ!!! 

Der offensichtlich aufgebrachte Zettelschreiber hat auch seine Telefonnummer hinterlassen. Bevor ich anrufe schaue ich mir in der Tiefgarage unseren zweiten, leerstehenden Parkplatz in der *anderen-schräg-gegenüber Richtung an. Eigenartigerweise trägt dieser Parkplatz auch eine sinnfällige fortlaufende Nummer passend zu dem unsrigen. War mir so noch nie aufgefallen.

Mit einer Flasche Sekt in der Hand habe ich dann den Nachbarn gegenüber besucht. Anhand der FeWo-Parkplatznummer war sein Domizil leicht zu finden, kein Problem und schließlich hatte ich ja auch noch eine Mobilnummer. Meine Geschichte war nicht trivial zu vermitteln und nach einigen Minuten des Münder offenen Staunens machte sich der „Berechtigte“ Parker Luft (so hatte er zunächst auch von mir vermutet, weil ich ja offensichtlich Schließberechtigung bewies): Ich bin überall in der Stadt rumgefahren und fand keinen Parkplatz! Schließlich habe ich am Ortseingang geparkt und bin bis hierher gelaufen!


Tja, ein unerschütterliches Selbstbewusstsein war hier mal wieder des Pudels Kern. Mehr davon ist auch nachzulesen in „Unter Segeln durch die Ägäis, Mit dem Charterboot von Marmaris nach Kalkan“ von Klaudia Spickermann, e-Book Kindle Edition bei Amazon.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen