Mittwoch, 22. November 2017

Auf alten Bildern sieht man immer viel jünger aus

There are old pilots, and there are bold pilots,
but there are no old, bold pilots
Die praktische Fliegerei konnte von West-Berlin aus nur mit erheblichem Reise-Aufwand nach Niedersachsen betrieben werden. Dort etablierten sich die Akademische Fliegergruppe in Burgdorf und der Akademische Luftsport-Club in Metzingen bei Celle. Das Gelände mit dem Namen Berliner Heide Metzingen wurde zu meiner zweiten Heimat.

Als ich Hagen Wustrak in Bremen anläßlich des 75-zigsten Geburtstag von Dieter Dey traf, grinste er mich in seiner charmanten Art an und sagte: “Wong - daß du mal die Fliegerei überleben wirst, hätte ich noch vor Jahren mir nicht vorstellen können.”

Nun, da habe ich ja wohl alles richtig gemacht, als ich die Fliegerei 40 Jahre nachdem diese Aufnahme entstanden ist, an den berühmten Nagel gehängt habe.

Sonntag, 19. November 2017

Bei den Wühlmäusen: Timo Wopp: Der Moral-Jongleur

Die Mäuse (vlnr) Birgit, Ulli und Heidi

Woran glauben wir? An Recht und Moral? Aber an welche? Wer sagt denn, was richtig ist und was verwerflich, was angemessen und was nicht? Alice Schwarzer etwa? Friedensnobelpreisträger Barack Obama mit seinen Drohnenkriegen? Der Papst? Oder vielleicht Gandhi, der sich bei all seinen friedvollen Lehren durchaus auch rassistisch gegenüber Afrikanern geäußert hat und somit zumindest in einigen Bereichen auch keine blütenreine Weste hat?
Timo Wopp beim Boxen




Wer hat heute noch einen moralischen Kompass, der die Menschheit davon abhalten kann, zu einer Horde von an Mitteilungsinkontinenz leidender Online-Psychopathen zu mutieren, von denen jeder sich für den einzig wahren Propheten des schizophrenen Volkswillens hält? Schwere Fragen, denen Timo Wopp bei den Wühlmäusen nachgeht.  

Sonntag, 12. November 2017

Am 11.11. kurz nach 11 Uhr 11

Es schwebt das Narrenschiff
am Kran in Potsdam
Während wir in Berlin frieren,
scheint in Monchique die Sonne

Donnerstag, 9. November 2017

Samstag, 4. November 2017

Ascenceur pour l'échafaud (1958)


Fahrstuhl zum Schafott © Gaumont
Jeanne Moreau in der Hauptrolle © Gaumont
Der 25 Jahre alte Regisseur Louis Malle bat vor 60 Jahren Miles Davis, der gerade am Anfang einer Europatournee stand, die Filmmusik zu seinem Debutwerk beizusteuern. Der Trompeter gab seinen Musikern nur wenige Akkorde als Grundlage zur Improvisation und entdeckte so eine völlig neue Richtung für seine Musik – eine Richtung, die nicht nur auf direktem Wege zum Modalen Jazz von „Kind of Blue“ führen sollte, dem meistverkauften Jazzalbum aller Zeiten, sondern weit darüber hinaus. Die CD steht auf meiner Short List der besonders geschätzten Werke.

„Ascenseur pour l’échafaud“ (Fahrstuhl zum Schafott) brachte Louis Malle die Anerkennung des französischen Kinos ein und machte ihn zu einem wichtigen Vorläufer der Nouvelle Vague.

Der Film lief heute im Cinema Paris im Rahmen des Jazz Fest Berlin 2017. Ich war überrascht auch Lino Ventura in der Rolle des Kommissars zu sehen. Der Film ist ein Meilenstein für eine Reihe von großen Karrieren.